Die Hölle Unter Anklage

von Mercy Aiken

 

Wussten Sie dass ein absolut biblisch fundiertes Argument gegen die traditionelle Lehre über die Hölle besteht? Viele Nicht-Christen haben das Konzept der Hölle bereits verworfen, es mag jedoch für viele überraschend sein dass eine wachsende Anzahl bibelgläubiger Christen besteht die diese Lehre nicht trotz sondern wegen der Heiligen Schrift ablehnen.

Diese kleine Studie soll ein paar Fragen aufwerfen und auch ein paar kompakte Antworten vermitteln, die hoffentlich zu weiterem Studium anregen.

 

Ein ehrliches und unvoreingenommenes Studium der Bibel, viele hebräische und griechische Schlüsselworte mit eingeschlossen, als auch das Studium der Kirchengeschichte, werden einige überraschende Fakten zu Tage bringen.

Wussten Sie zum Beispiel...

 

Die ‘Hölle' ist keine Lehre des Alten Testaments: Ein populärer Mythos besagt: Die Lehre der Hölle ist eine etablierte biblische Lehre, welche in der Bibel von Anfang bis Ende vertreten wird. Das stimmt nicht! Zwei Drittel der Bibel ( das Alte Testament ) erwähnen die Hölle kein einziges Mal.

( ‘Scheol', das altestamentarische Wort das manchmal als ‘Hölle' übersetzt wird, bedeutet einfach nur ‘Begräbnisstätte' oder ‘Grab' per Definition, und ist im Alten Testament der Platz zu dem jeder ging wenn er gestorben war. )

 

Das ist der Grund warum das Konzept der traditionellen Hölle nicht im Alten Testament zu finden ist.

 

Haben Sie je darüber nachgedacht...

 

- Wenn die Hölle real ist, warum sprach Gott nicht gleich am Anfang der Bibel eine Warnung bezüglich ihrer Existenz aus? Statt dessen teilt Er uns mit dass die Konsequenz, für das Essen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, der Tod sei und nicht endloses Leben in Feuer und Schwefel.

 

- Wenn die Hölle real ist, warum wurden weder Kain, noch Sodom und Gomora oder sonst einer der schriftlich festgehaltenen Sünder im Alten Testament davor gewarnt?

 

- Wenn die Hölle real ist, warum warnte Moses weder in den Zehn Geboten noch dem Rest des mosaischen Bundes, mit seinen sechshundert Gesetzen, Vorschriften und Ermahnungen davor? Statt dessen erwähnt das mosaische Gesetz lediglich die Konsequenzen unseres Handelns in diesem Leben.

 

- Wenn die Hölle real ist, warum hat sie ihren Ursprung im Heidentum anstatt in der Bibel? Viele der Nationen, im Alten Testament, die Israel umgaben glaubten an höllische Strafen im Jenseits, da sie blutrünstigen und bösen ‘Göttern' dienten.

 

- Wenn die Hölle real ist, warum wurde ihre Existenz zuerst den Heidenvölkern offenbart anstatt dem Bundesvolk Gottes? Erwartete Gott etwa dass Israel von den Heidenvölkern über das Jenseits unterrichtet wurde?

 

- Wenn die Hölle real ist, warum wies Gott die Juden zurecht als sie ihre Kinder als Opfer zu dem falschen ‘Gott' Molech bei lebendigem Leib verbrannten? Und warum machte Er es ihnen unmissverständlich klar, dass eine solche Sache Ihm niemals ‘in den Sinn gekommen' war ( Jeremia 32:35 )? Wie konnte Gott eine solche Aussage machen, wenn es doch angeblich Sein Plan ist den Grossteil Seiner Schöpfung in niemals endendem Feuer bei lebendigem Leib zu foltern?

 

Tatsache ist, dass in der King James Ausgabe des Alten Testamentes ( und auch in vielen populären, deutschen Bibelübersetzungen ) das hebräische Wort ‘Sheol' bis an die einunddreissigmal als ‘Hölle' übersetzt wurde und so ein Fundament für die Lehre in der Übersetzung des Neuen Testaments, als auch den nachfolgenden Ausgaben der Bibel, gelegt wurde. Trotz allem enthalten neuere Übersetzungen des Alten Testaments, als Folge neuer Erkenntnisse und auf Anraten von Gelehrten und Übersetzern, das Konzept der Hölle nicht mehr. Auch die jüdische Version des Alten Testaments (Tanakh ) weiß nichts vom christlich-traditionellem Konzept der Hölle. Die Wichtigkeit dieser Tatsachen kann wohl kaum überbetont werden.

 

Wenn eine Lehre in den Büchern des Gesetzes, der Propheten und Psalmen nicht einmal angedeutet wird, kann sie wohl kaum als bedeutende biblische Lehre angesehen werden. Falls sie überhaupt als biblisch bezeichnet werden kann.

   

Die ‘Hölle' ist keine Lehre des Neuen Testaments :

Ein populärer Mythos besagt: Jesus sprach mehr über die Hölle als über den Himmel.

Das stimmt nicht! Jesus warnte das jüdische Volk viele Male vor nationalem als auch individuellem Desaster. Dabei verwendete Er eine verschiedene Anzahl von Begriffen welche fälschlicherweise alle als ‘Hölle' übersetzt wurden. Dabei leugnen wir nicht Gottes Urteile noch wollen wir sie verharmlosen. Vielmehr wollen wir das Konzept hinterfragen welches besagt dass Seine Entscheidungen, bezüglich Sünde und Unglaube, unendliche Qualen und Trennung von Ihm miteinschliessen. Sicherlich warnte Jesus die Menschen davor, dass sie die Konsequenzen ihres Handelns tragen müssten wenn sie sich nicht ändern würden ( was Er vor allem durch das Wort ‘Gehenna' verdeutlichte ). Könnte es jedoch sein dass wir mehr in Seine Warnungen hineinlesen als was Er ursprünglich damit bezweckte?

   

Haben Sie je darüber nachgedacht...

   

- Wenn die Hölle real ist, warum wurden dann die meisten Warnungen bezüglich Gericht/'Gehenna' entweder an Israel, die Pharisäer oder vor allem die Jünger des Herrn gerichtet?

 

Das erste Mal erwähnt Jesus ‘Gehenna' in der Bergpredigt ( Matthäus 5:22, 29, 30 ).

In Seiner grossartigen Botschaft an Seine Jünger warnte Er davor dass jemand in Gefahr sei unter das Urteil der ‘Gehenna' zu fallen, wenn dieser lediglich seinen Nächsten einen Narr nennen würde. Das ist ein ganz schöner Unterschied zu der modernen evangelikalen Interpretation, welche besagt die Ablehnung von Jesus Christus als unserem Retter verdamme uns zur Hölle.

 

- Wenn die Hölle real ist, und die Warnungen diesbezüglich an das Volk Gottes gerichtet waren, nehmen wir die genannten Schriftstellen nicht aus ihrem ursprünglichen Kontext, wenn wir damit Ungläubige/Sünder ansprechen?

 

Wenn das traditionelle Konzept der Hölle nicht im Alten Testament vorkommt, wie konnten dann Jesus und Seine Jünger Befreiung von einem Ort predigen der nicht in den von allen bekannten Schriften vorkam? Und falls Jesus die Lehre zum ersten Mal einführen wollte, warum tat Er es dann so beiläufig als ob Seine Zuhörer wussten wovon Er sprach?

 

- Wenn die Hölle real ist, und das griechische Wort ‘Gehenna' von manchen Bibelausgaben als Solche übersetzt wird, warum übersetzen diese Ausgaben nicht auch die hebräische Beschreibung des selben Ortes, nämlich ‘ga ben Hinnom', als ‘Hölle'?

Wenn die Juden ‘Gehenna' als einen Ort der Schande, des Schmutzes und der Verunreinigung verstanden ( Israel praktizierte dort in alter Zeit die schlimmste Form des Götzendienstes ) und nicht als einen Ort endloser Qualen, warum misst die moderne Theologie ‘Gehenna' eine andere Bedeutung zu als ihr ursprünglich zugeteilt wurde? Die Lehre bezüglich ‘Gehenna' hat sich zwar mittlerweile im modernen Judentum so weiterentwickelt dass sie Konsequenzen im Jenseits miteinschliesst. Doch selbst heute hat ‘Gehennna' für Juden nicht die Bedeutung ewiger Verdammnis.

 

- Wenn die Hölle real ist, wie konnte der Apostel Paulus ( der von Gott dazu berufen wurde das Evangelium den Heidenvölkern zu verkünden ) behaupten er habe den ganzen Ratschluss Gottes gepredigt ( Apostelgeschichte 20:27 ), wenn er doch kein einziges Mal in einem seiner Briefe eine Warnung bezüglich ihrer Existenz aussprach? Würde, von allen Menschen, nicht gerade Paulus beständig davor warnen?

 

- Wenn die Hölle real ist, dann hatte die Sünde Adams einen weitaus grösseren Einfluss auf die Welt als das Auferstehungsleben von Christus! Und doch proklamiert Paulus in Römer 5 dass der Sieg Christi den Fall Adams bei weitem übertrifft! Wie konnte Paulus eine solche Zuversicht in das Werk Christi haben? Wenn Paulus wirklich geglaubt hätte dass die Mehrzahl der Menschheit für die Hölle bestimmt ist, wie konnte er dann folgendes schreiben?

 

‘Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis (kam), so auch durch eine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen ( in die Stellung von ) Sündern versetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen ( in die Stellung von ) Gerechten versetzt werden.' ( Römer 5:18, 19 )

 

‘Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden'

( 1. Korinther 15:22 )

 

‘...denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen.' ( 1. Timotheus 4:10)

   

( Die genannten Schriftstellen sind nur ein paar wenige Verse in denen Paulus über einen triumphierenden Christus schreibt, der die traditionelle Sichtweise bei weitem übersteigt.

Dieser Artikel enthält viele weitere Schriftstellen, welche Paulus Sichtweise eines unbeschränkt siegreichen, allmächtigen und alles überwindenden Christus darlegen. )

 

- Wenn die Hölle real ist, warum erwähnt Paulus sie nur ein einziges Mal in seinen Briefen und zwar lediglich um den Sieg von Jesus Christus über sie zu deklarieren? ( 1. Korinther 15:55 ).

Das Wort das im Griechischen hierfür verwendet wird ist ‘Hades' ( das dem hebräischen ‘Sheol' entspricht ).

 

- Wenn die Hölle real ist, warum wird sie kein einziges Mal in einer der zahlreichen evangelistischen Botschaften erwähnt, die in der Apostelgeschichte aufgezeichnet sind?

 

- Wenn die Hölle real ist, warum behaupten dann einige der besten Gelehrten und Bibellehrer es gäbe keinen Hinweis auf sie im hebräischen und griechischen Urtext? ( William Barclay, John A.T. Robinson, Lightfoot, Westscott, F. W. Farrar, Marvin Vincent etc. )

 

- Wenn die Hölle real ist, warum stammt dann das beschreibende Wort dafür von dem teutonischen ‘Hele' ( ‘Göttin' der Unterwelt ‘Hölle' in Nord-Europa ). Die Beschreibungen dieses mythologischen Ortes haben wenig gemein mit den modernen christlichen Vorstellungen über die Hölle. Der Ursprung des Worte kann in jeder Enzyklopädie und in jedem guten Lexikon nachgelesen werden.

   

Tatsache ist, die apokryphen Schriften der intertestamentarischen Periode hatten einen enormen Einfluss auf die Juden zur Zeit Christi. Durch eben diese Schriften, speziell durch das ‘Buch Enoch' fanden viele jüdische Fabeln und Mythen bezüglich Himmel und Hölle, Engel und Dämonen, und andere Märchen ihren Weg zuerst in die jüdische Religion und von dort in das Christentum. Die Mythen und Fabeln dieser Bücher kamen durch heidnische Einflüsse während der babylonischen Gefangenschaft zustande ( hauptsächlich durch die Religion Zarathustras ). Und tatsächlich hat das moderne Christentum mehr gemein mit der zoroastrischen Lehre als mit dem historischen Judentum.

 

- Wenn die Hölle real ist, warum warnte Paulus wiederholt Timotheus vor dem Einfluss jüdischer Mythen und Fabeln, die bereits zu jener Zeit ihren Weg in die Gemeinde fanden?

Anstatt solche obskuren Lehren gutzuheissen, nennt Paulus sie verabscheuungswürdige ‘Altweiberfabeln'.

   

Die ‘Hölle' widerspricht dem Werk des Messias:

Ein populärer Mythos besagt: Jesus kam um uns vor der ‘Hölle' zu retten.

Auch das entspricht nicht der Wahrheit. Die Juden hatten nie die Hoffnung vor der ‘Hölle' gerettet zu werden, da sie ja nicht einmal daran glaubten. Worauf sie jedoch hofften war die Errettung von ihren Sünden und deren Konsequenz, sprich der Tod.

Jesus erschien vielmehr um Gottes Plan für die Erde zu durchzusetzen, um Befreiung von Sünde, Frieden und das Reich Gottes zu bringen, und die Verheissungen der alttestamentarischen Propheten zu erfüllen. Obwohl es hier einiges mehr zu sagen gäbe, beschränken wir uns aus Platzgründen nur auf ein paar Schlüsselverse. Bitte nimm Dir die Zeit und schlage sie in Deiner Bibel nach.

   

- Wenn die Hölle real ist, warum verheisst Gott in Psalm 22 ( eine der prophetischen Aussagen bezüglich des Messias im Alten Testament ) das durch das Werk Jesu' am Kreuz ‘werden daran gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen. Denn dem HERRN (gehört) das Königtum, er herrscht über die Nationen. Es assen und fielen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinabfuhren, und der, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte'.

( Psalm 22:28-30 )

 

- Wenn die Hölle real ist, versagte Jesus in Seiner Mission? Sagte Er doch ‘und wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt errette.' ( Johannes 12: 47 )

 

- Wenn die Hölle real ist, und die Mehrheit der Menschheit wird dort enden, log Jesus als Er behauptete Er wird die ganze Menschheit zu sich ziehen? ( das griechische Wort ‘hellkyo' bedeutet wortwörtlich ‘schleifen' ) ( Johannes 12:32)

- Wenn die Hölle real ist, wie können alle Dinge Christus unterworfen werden? ( 1. Korinther 15:28, Philiper 3:21, Hebräer 2:8 )

 

- Wenn die Hölle real ist, wie kann es sein dass jedes Knie sich in Anbetung beugen und jeder Mund bekennen wird, dass Jesus Christus der Herr ist? ( Jesaja 45: 23, Römer 14:11, Philiper 2:10 )

 

- Wenn die Hölle real ist, wie wird Jesus jemals die Mühsal Seiner Seele befriedigt sehen? ( Jesaja 53:11 ) Wenn das traditionelle Verständnis korrekt ist dann werden die Meisten für die Er starb niemals Errettung erfahren. Können wir wirklich glauben dass Jesus damit zufrieden wäre?

 

- Wenn die Hölle real ist, und Jesus von Gott gesandt wurde um die Menschen davor zu retten, können wir wirklich sagen dass der Wille und das Wohlgefallen Gottes in Seinen Händen Frucht hervorbrachte, wenn doch der traditionellen Theologie zufolge nur ein paar wenige gerettet werden? ( Jesaja 53: 10 und 55:11 )

 

- Wenn die Hölle real ist, und der Teufel derjenige ist der Menschen durch Täuschung dazu verdammt, ist er dann nicht der Gewinner im Kampf um die Seelen der Menschheit?

Immerhin lehrt die traditionelle Theologie dass mehr Menschen in der Hölle sein werden als im Himmel. Wenn dies der Fall wäre, wie können wir dann den Feind als besiegt und Jesus als den Sieger erklären?

 

- Wenn die Hölle real ist, und die Mehrzahl der Menschen wird in einem endlosen, todesähnlichen Zustand eingeschlossen, wie können wir uns darüber freuen und verstehen was es bedeutet, wenn die Schrift sagt dass Jesus den Tod und den der die Macht darüber hatte ( Satan ) zunichte gemacht hat? ( Hebräer 2:14-15, 1. Johannes 3:8, Hosea 13:14,

1. Korinther15:26, 55 etc. )

 

- Wenn die Hölle real ist, wie kann das Wachstum der Herrschaft Christi und Seines Friedens kein Ende haben? ( Jesaja 9:7 )

 

Tatsache ist, dass das Wort ‘errettet' innerhalb der Christenheit einen Gebrauch entwickelt hat der den ersten Lesern und Hörern vollkommen fremd gewesen wäre. Die griechischen Worte ‘Sozo' und ‘soteria' bedeuten ursprünglich so viel wie gerettet, befreit, geheilt und vor Gefahr bewahrt werden. Diese Worte werden im Neuen Testament auf unterschiedliche Weis eingesetzt. Daher ist vielmehr mit unserer ‘ Errettung' verbunden als den meisten Christen bewusst ist. Leider wird der Grossteil der Gemeinde der Fülle ihrer Errettung beraubt in dem sie vielerorts an einer beschränkten und ausschliesslich futuristischen Interpretation festhält, welche nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Sinn der genannten griechischen Worte zu tun hat ( nämlich im Sinne von ‘nach dem Tod in den Himmel kommen.')

 

 

Ein populärer Mythos besagt: Die ‘Ewigkeit' ist ein Thema das sich durch die gesamte Heilige Schrift hindurch zieht, und das schliesst demnach auch die ewige Verdammnis mit ein.

 

Auch diese Behauptung entspricht nicht ganz der Wahrheit! Wir leugnen nicht dass das Neue Testament mit Warnungen bezüglich der Konsequenzen von Sünde gefüllt ist, und auch nicht dass die Worte ‘für immer' und ‘ewig' in diesem Zusammenhang öfters in den verschiedenen Übersetzungen der Heiligen Schrift zu finden sind. Jedoch wird ein sorgfälltiges Studium der Worte ‘ewig' und ‘für immer' aufzeigen dass diese oft falsch übersetzt wurden. Die Frage ist nicht ob Gott richtet, sondern wie Er es tut, und zu welchem Zweck.

   

Überlegen wir uns...

 

- Wenn die Hölle real ist, warum wurde dann das hebräische Wort ‘olam', das so oft als ‘ewig' und ‘für immer' übersetzt wurde, in vielen Schriftstellen so verwendet dass es offensichtlich nicht ‘ewig' im wortwörtlichen Sinn bedeutet?

Hierzu ein paar Beispiele:

 

‘Ewig' wird angewandt auf die Priesterschaft Aarons, das mosaische Gesetz, Berge und Hügel, die Torpfosten des jüdischen Tempels und die Länge der Zeit in der das jüdische Volk Leid erfahren würde. Die Worte ‘für immer' werden in der Bibel angewandt für die Dauer eines menschlichen Lebens, die Zeit die ein Kind im Tempel verweilen sollte, die Dauer von Gehazi's Lebrakrankheit, die Dauer eines königlichen Lebens, die Zeit die ein Diener mit seinem Meister verweilen muss, die Zeit die der jüdische Tempel bestehen bleiben sollte, die Dauer der Königsherrschaft David's über Israel, der Thron Salomons, die Steine die am Fluss Jordan errichtet wurden und die Zeit die Jonah im Bauch des grossen Fisches verbrachte. Es ist also ganz klar vom Kontext her zu erkennen, dass ‘olam' einen undefinierbaren Zeitabschnitt bezeichnet und nicht die Ewigkeit!

 

‘Aion' und die im Zusammenhang stehenden Wörter ‘aionian' und ‘aionios' entsprechen im Griechischen dem Wort ‘olam 'im Hebräischen. ‘Aion' bedeutet wortwörtlich ‘Zeitalter' und wir leiten davon unser Wort ‘Äon' ab. Ein ‘Aion/Zeitalter/Äon' ist lediglich ein Zeitabschnitt. ‘Ainonian' und ‘aionios' verweisen entweder auf die Zeitalter (plural) oder stehen im Bezug dazu. Solange Zeit gemessen werden kann, können wir nicht auf die Ewigkeit schliessen, welche die Sphäre ausserhalb von Zeit und Raum beschreibt. Wenn die ‘Hölle' also angeblich ‘ewig' ist, warum wird sie mit Worten umschrieben die sich auf das Zeitliche beziehen?

 

Wenn das griechische Wort ‘Aion' und seine verwandten Zeit- und Ausdrucksformen ‘ewig' bedeuten, wie einige Bibellehrer noch immer behaupten, warum wurde dieses Wort dann nicht in dieser Form zur Zeit des Neuen Testaments verwendet? ( Die Werke von Plato, Aristoteles, Homer, Hippokrates und vielen Anderen welche die antike griechische Sprache verwandten, benutzen das Wort stets in einem zeitlich begrenzten und niemals in einem die Ewigkeit bezeichneten Sinn).

 

- Wenn die Hölle real ist, wie erklären wir uns die Tatsache dass die Worte ‘aion' und ‘olam' für die ursprünglichen Schreiber und ersten Leser der Bibel keine Verbindung mit den Konzepten von' ewig' und ‘unendlich' aufwiesen?

 

Tatsache ist: Viele würden argumentiern, dass wenn ‘aionian' und andere übersetzte Worte die damit im Zusammenhang stehen, nicht ‘ewig' bedeuten, dass Gott nicht ewig sein kann, da das selbe Wort auch für Ihn verwendet wird. Die Antwort darauf wäre, dass nur weil Gott als der Gott der Zeitalter bezeichnet wird, es nicht bedeutet dass Er nicht auch der Gott über den Zeitaltern ist. Auf die selbe Weise wie man sagen kann, dass nur weil Er der Gott Israels ist, bedeutet dies nicht dass Er nicht auch der Gott anderer Nationen ist. Ausserdem benutzt die Bibel auch noch andere griechische Wörter um die Unendlichkeit der Kraft und des Lebens Gottes zu beschreiben. Diese wären zum Beispiel ‘Apthersia' und ‘apthartos', die so viel bedeuten wie Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit. Und auch ‘amarantinos' und ‘amorantos', welche Undendlichkeit und Unveränderlichkeit bezeichnen. Ein weiteres Wort wäre ‘akatalytos' das für Unzerstörbarkeit und Unaufhaltsamkeit steht. Diese Worte werden in den herkömmlichen Übersetzungen meist als unsterblich und unvergänglich wiedergegeben.

Folgende Schriftstellen sprechen über dieses Thema:

Hebräer 7:15-16; 1.Petrus 1:3-4, 5:4; 1.Timotheus 1:17; Römer 1:23; 1. Corinther 9:25, 15:51-54; Römer 2:7; 1. Corinther 15:42; 2.Timotheus 1:10 und 1. Timotheus 6:16.

   

Ein populärere Mythos besagt: Der Tod besiegelt das Schicksal eines Menschen. Wenn dies der Wahrheit entspricht, wie gehen wir dann mit folgenden Schriftstellen um, die das genaue Gegenteil behaupten?

 

Denken sie darüber nach...

 

‘Denn sterben müssen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde geschüttet wird und das man nicht wieder sammeln kann. Aber Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern Er hat die Absicht, dass der Verstossene nicht(auch) von Ihm weg verstossen bleibt.' ( 2. Samuel 14:14)

 

‘Jahwe tötet und macht lebendig; Er führt in den Scheol hinab und wieder herauf' ( 1. Samuel 2:6 )

 

‘Seht nun, dass ich, ich bin es und kein Gott neben mir! Ich, ich töte und mache lebendig, ich zerschlage und ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand rettet' ( 5. Mose 32:39 )

 

‘Aus der Gewalt des Grabes (Scheol/Hölle) werde ich sie befreien, und vom Tod werde ich sie erlösen. O Tod, ich werde deine Plage sein! O Grab (Scheol/Hölle) ich bin deine Vernichtung!' ( Hosea 13:14; wörtlich aus dem Englischen )

 

‘Denn nicht für ewig verstösst Jahwe, sondern wenn Er betrübt hat, erbarmt Er sich nach der Fülle Seiner Gnadenerweise. Denn nicht von Herzen demütigt Er die Menschenkinder.' ( Klagelieder 3:31-33 )

 

‘Komm deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist! Damit nicht etwa der Gegner dich dem Richter überliefert und der Richter dem Diener und du ins Gefängnis geworfen wirst. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.' ( Matthäus 5:25, 26 )

 

- Wenn die Hölle ewig ist, warum lehrte die frühe Gemeinde dann dass Jesus dorthin ging ( Hades ), denen predigte die sich dort befanden, und die ‘Gefangenschaft gefangen nahm'? ( Epheser 4:8,9; Psalm 68:18; 1. Petrus 3:18-20 )

 

- Wenn die Hölle ewig ist, warum spricht der Psalmist dann wiederholt davon dass er daraus befreit wurde (Scheol)? ( Psalm 10:10; 30:2-3; 49:15; 86:13; 116:3-8; 139:8 )

 

- Wenn die Hölle real ist, wie konnte Salomon lehren dass der Geist des Menschen zurückkehrt zu Gott Der ihn gab?' (Prediger 12:7)

 

- Wenn der Tod das Schicksal eines Menschen besiegelt, warum beteten die ersten Christen für ihre Verstorbenen und liessen sich sogar für die Toten taufen?' ( 1. Korinther15:26 )

   

Die ‘Hölle' war keine Lehre der frühen Gemeinde:

 

Ein populärer Mythos besagt: Der Glaube an eine Universele Errettung ist eine Neuerscheinung innerhalb der Christenheit, die zum ersten Mal im 18. Jahrhundert auftauchte, als die Gemeinde began moderner und liberaler zu werden und so ihre biblische Grundlage aufgab.

 

Stimmt nicht! Der Glaube an die Wiederherstellung aller Dinge war die allgemeine Auffassung der frühen Gemeinde, die von der Mehrheit der frühen Christen als selbstverständlich angesehen wurde. Diese Auffassung wurde auch im Verlauf der späteren Kirchengeschichte, wenn auch nur von einer Minderheit von Gläubigen, weiterhin vertreten.

 

Überlegen wir uns...

 

- Wenn die Hölle real ist, warum enthält dann die erste, vergleichsweise vollständige, systematische Aussage über den christlichen Glauben an die Welt, verfasst von Clement von Alexandria im Jahre 180 n. Chr; den Glauben an eine universelle Errettung?

 

- Wenn die Hölle real ist, warum enthielt dann die erste vollständige Darlegung des christlichen Glaubens ( Origenes, 220 n. Chr. ) ebenfalls die Lehre einer universellen Errettung?

 

- Wenn die Hölle real ist, warum enthalten dann weder das Apostolische Glaubensbekenntnis, noch das Nizänische Glaubensbekenntnis, die als die zwei fundamentalen Glaubensbekenntnisse der frühen Gemeinde gelten, das Konzept einer ewigen Hölle?

 

- Wenn die Hölle real ist, warum bekannten dann Leiter der frühen Gemeinde bis ins 4. Jahrhundert hinein, dass die Mehrheit der Christen an die Errettung aller Menschen glaubte?

- Wenn die Hölle real ist, warum ernannte dann die frühe Gemeinde, im 4. Jahrhundert, einen bekannten Kirchenvater, der universelle Errettung lehrte, als den Präsidenten des zweiten Konzils der Gemeinde in Konstantinobel? ( Gregor von Nazianz, 325-381 n. Chr. )

 

- Wenn die Hölle real ist, warum verurteilte dann nicht ein einziges Kirchenkonzil, der ersten 500 Jahre Kirchengeschichte, den Glauben an eine universelle Errettung als eine Irrelehre? Bedenke man doch dass ansonsten sehr viele Deklarationen bezüglich von Irrlehren in dieser Zeit vorgenommen wurden.

 

- Wenn die Hölle real ist, warum führte dann Epiphanius ( ca. 315-403 ), der ‘Hammer der Ketzer', Universalismus nicht in seiner Liste von 80 Irrlehren auf?

 

- Wenn die Hölle real ist, und Origenes war, wie die meisten Historiker heute anerkennen, wahrscheinlich das herausstechendeste Beispiel für die Lehre der Universalen Errettung in der frühen Gemeinde, warum wurde sein Glaube an eine universelle Errettung nicht erwähnt, als Methodius Enibius, Pambkikius, Marcellus, Eusthatius und Jerome ihre Liste der Irrlehren des Origenes zusammenstellten?

 

- Wenn die Hölle real ist, und das Konzept angeblich in den griechischen Manuskripten der Bibel zu finden ist, warum waren es primär jene Gemeindeleiter, welche kein griechisch lesen konnten (Minucius Felix, Tertulian), oder jene welche die griechische Sprache verabscheuten, wie im Falle von Augustinus, welche das Dogma einer ewigen Hölle vertraten? Jene Gemeindeleiter die mit griechisch und hebräisch ( die ursprünglichen Sprachen in denen die Bibel verfasst wurde ) vertraut waren, sahen universelle Errettung in diesen Texten. Die Leiter welche die Lehre einer ewigen Hölle vertraten, taten dies auf Grund der lateinischen Übersetzung, und nicht auf Grund des ursprünglich griechischen und hebräischen Textes. Wer würde wohl eher richtig liegen-jene welche die Bibel in ihrer ursprünglichen Sprache lasen oder die welche ihre Theologie auf eine lateinische Übersetzung stützten, die ein einziger Mann verfasst hatte ( Jerome )?

 

- Wenn die Hölle real ist, warum lehrten dann vier der sechs theologischen Schulen von 170- 430 n. Chr. universelle Errettung, während die einzige Schule, welche die Lehre einer ewigen Hölle vertrat, ihren Standort in Karthago, Afrika, hatte, wo lateinisch die vorherrschende Sprache der Gelehrten war, und nicht griechisch?

 

- Wenn die Hölle real ist, und keine furchtbare Irrlehre, warum war es dann nicht erst bis ins 6. Jahrhundert nach Christus, als Justinian, ein halb-heidnischer Emperator, versuchte den Glauben an eine universelle Errettung als Irrlehre abzustempeln? Interessant ist dass die meisten Historiker anerkennen, dass die Zeit von Justinans Herrschaft zu den grausamsten und rücksichtslosesten der Geschichte zählt.

 

Die oben genannten historischen Fakten können alle durch J.W. Hansons englisches Werk ‘Universalism: The Prevailing Doctrine Of The Early Church For The First 500 Years' belegt werden.

 

Die Hölle widerspiegelt nicht das Herz Gottes:

Ein populärere Mythos besagt: Die Gerechtigkeit Gottes verlangt nach einem Platz wie die Hölle, an welchem die Gottlosen für ihre Taten in alle Ewigkeit bestraft werden.

Stimmt nicht! Die Gerechtigkeit Gottes forderte ein vollkommenes Opfer für unsere Taten, und dies vollbrachte Jesus Christus selbst. Die Gerechtigkeit Gottes wird mit Sicherheit jede Person erreichen, und Gott mag sogar in Strenge mit unseren Taten umgehen, während Er alle Dinge in Christus vereint. Aber Menschen endlos zu bestrafen, für Verbrechen die sie in einer kurzen menschlichen Lebensspanne begangen haben, widerspricht sowohl jeglicher Logik als auch jeder Gerechtigkeit.

 

Überlegen wir uns...

 

- Wenn die Hölle real ist, und Gott schuf alle Dinge zu Seinem Wohlgefallen ( Offenbarung 4:11 ), ist es vorstellbar dass Gott Wohlgefallen daran hat dabei zuzusehen wie das was Er schuf endlos gequält wird? Gott sagt Er hat kein Wohlgefallen am Tod des Gottlosen ( Hesekiel 33:11).

 

- Wenn die Hölle ein realer Platz endloser Qualen ist, und Gott wollte dass niemand dort endete, warum löschte Er nicht einfach Adam und Eva aus nach ihrem Fall, und beendete die lange Kette von Schmerzen, die ihre Kinder erben würden, bevor sie überhaupt beginnen konnte? Immerhin sagt die Bibel ja, dass durch Adam der Tod zu allen seinen Nachkommen kam ( Römer 5:18 ).

 

- Wenn die Hölle real ist, und Gott liebt Seine Feinde, wird Er sie dann irgendwann nicht mehr lieben? Unterliegt Gott etwa Veränderung ( Jakobus 1:17)?

 

- Wenn die Hölle real ist, und sie hätten die verfügbare Macht, würden sie nicht alle Menschen von der Sünde befreien? Wenn Gott alle Menschen retten will , aber kann es nicht, ist Er dann allmächtig?

 

- Wenn die Hölle real ist, und Gott kann alle retten, aber will es nicht tun, ist Er dann gut und barmherzig?

 

- Wenn die Hölle real ist, und Gott will dass alle Menschen gerettet werden und zu der Erkenntnis der Wahrheit kommen ( 1. Timotheus 2:3 ), bedeutet dies das Gott nicht stark genug ist Seinen Willen durchzusetzen?

 

- Wenn die Hölle real ist, und Gottes ‘Zorn' bleibt für immer auf Billionen von Menschen, wiederspricht das nicht der Schriftstelle die besagt dass Sein ‘Ärger' zu einem Ende kommen wird ( Jesaja 57:16-18 )?

 

- Wenn die Hölle real ist, und Gott liebt nur die welche Ihn lieben, ist Er dann besser als ein Sünder ( Lukas 6:32-33 )?

 

- Wenn die Hölle real ist, und einige Menschen viele Chancen hatten gerettet zu werden, während andere wiederum nur wenige oder gar keine Chance hatten, ist Gott dann nicht unfair ( Apostelgeschichte 10:34, Jakobus 3:17 )?

 

Immerhin wurden Billionen von Menschen in diese Welt geboren und sind wieder gestorben ohne auch nur den Namen Jesus gehört zu haben ‘ der einzige Name unter dem Himmel in dem Menschen gerettet werden sollen'.

 

- Wenn die Hölle real ist, und alle die gesündigt haben sind dazu bestimmt dort zu enden ( was uns alle mit einschliessen würde ), es sei denn man findet heraus wie man darum herumkommt, verurteilt das nicht alle abgetriebenen Baby's und ungläubigen Kinder zur Hölle? ( Manche Denominationen lehren ein sogenanntes ‘Alter der Verantwortlichkeit', von dem allerdings nichts in der Bibel zu finden ist. Dies ist einfach der Versuch gewisser Leute, Gott humaner darzustellen als die Lehre einer ewigen Hölle es eigentlich tut ).

 

- Wenn die Hölle real ist, bedeutet dies dass die Liebe einer Mutter stärker und geduldiger ist, als die Liebe Gottes? Kennen sie gesunde und normale Eltern, welche im Stande wären die Mehrzahl ihrer Kinder endlos zu quälen? Warum glauben wir dann dass unser Himmlischer Vater, der eine Billionen mal liebender ist als wir alle zusammengenommen, solch ein böses und gottloses Werk vollbringen könnte?

   

- Wenn die Hölle real ist, warum wehrt sich der menschliche Geist gegen Kriege, Gefangenenlager, Folterkammern und Diktaturen? Wie können wir solche Dinge verurteilen wenn die Hölle real ist? Immerhin übertrifft die Hölle jede menschliche Folter die dem bestialischsten und gottlosesten Teil der Menschheit je entsprungen ist. Wir sagen Gott ist betrübt durch die Gewalttaten des Menschen und seine lebensverachtende Haltung. Und doch glauben wir dass Er selbst die selben Prinzipien in der Ewigkeit anwendet.

 

- Wenn die Hölle real ist, was wäre Gottes erklärtes Ziel beim Zufügen endloser Schmerzen? Würden endlose Qualen, den Heiligen, als Betrachter des Ganzen irgend einen Gewinn bringen? Was wäre der Zweck solcher Leiden für den Sünder?

 

- Wenn die Hölle real ist, kann uns dann die Androhung endloser Qualen überzeugen, dass Gott uns liebt und wir Ihn mit all unserem Herzen, all unserer Seele, all unserem Verstand und all unserer Kraft lieben sollen?

 

Tatsache ist: Während ein Grossteil der Gemeinde sich daran gewöhnt hat Gott als jemanden zu sehen der gezwungen ist die furchtbarsten Strafen der Hölle zu entwerfen, um die Mehrheit Seiner Schöpfung, gegen Seinen Willen, dorthin zu senden, so widerspricht dieses Konzept eines Gottes ‘der alles mögliche tat, was in Seiner Macht stand' gleichzeitig der biblischen Sichtweise eines Gottes der absolut souverän, allmächtig, allwissend und siegreich ist. Gott hatte nie einen Plan B oder C, denn Jesus ist ‘das Lamm das vom Anbeginn der Welt geschlachtet wurde '. Es ist an der Zeit Ihm die Ehre zu geben, welche Ihm zusteht, denn unser Gott ist in Wahrheit viel wundervoller und viel grösser als unsere selbstzentrierten Ideen es Ihm zugestehen.

 

Wir brauchen eine neue Perspektive

Was ist die ‘Brille' durch die wir die Bibel interpretieren? Tradition lehrt uns die Schriftstellen die Gottes Sieg verkünden im Licht der Schriftstellen zu interpretieren, welche göttliches Gericht erwähnen. Was aber wenn es Gottes Wille ist dass wir es genau anders herum tun? Was wenn wir die Schriftstellen bezüglich göttlichen Gerichts im Licht der Schriftstellen lesen sollen, die Gottes absoluten Sieg verkünden? Ist der Sieg Christi nicht die grösste Offenbarung in der Bibel? Wenn wir von dieser Perspektive aus sehen- das vollendete Werk am Kreuz, werden wir eine viel schönere und gewaltigere Aussicht auf den Plan Gottes für die Zeitalter bekommen, als wir es uns jemals hätten träumen lassen.

Wir verwerfen nicht ein paar Schriftstellen zugunsten anderer. Statt dessen versuchen wir sie mit einander harmonisch zu verknüpfen. Denn der Mensch lebt von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.

 

Zur Zeit Christi erkannte der Grossteil Israels das Wort Gottes nicht, als Er in in diese Welt kam. Die Meisten verbrachten ihre Zeit lieber mit dem Studium und der eigenen Interpretation der heiligen Schriften, als dass sie dem WORT in ihrer Mitte irgendwelche Aufmerksamkeit geschenkt hätten. Sicherlich dachte die Mehrheit der Leute:

‘Aber keiner der Lehrer, Pharisäer oder Priester glaubt dass Jesus der Messias ist! Und sie kennen die Schriften besser als ich!'

 

Allein diese Tatsache hielt viele jüdische Menschen damals davon ab an Jesus zu glauben. In unserer Zeit sind wir sehr schnell damit, mit unseren Fingern anklagend auf die Pharisäer zu zeigen und scheinen nicht zu bemerken dass wir im selben Boot sitzen. Halten wir uns, aus falscher Sicherheit heraus, lieber an die Mehrheit, die das glaubt was ihr die Lehrer der Tradition vorkauen, oder riskieren wir alles und folgen Ihm?

 

Die vorgebrachten Fakten in diesem Artikel, sollten zumindest jeden Leser der hungrig nach Gott ist, dazu bewegen die heilige Schrift zu durchforschen, ob die vorgebrachten Argumente der Wahrheit entsprechen. Wenn wir falsch liegen mit dem was wir hier behaupten, dann muss es widerlegt werden. Wenn es aber der Wahrheit entspricht, dann kann und darf es nicht ignoriert werden.

 

Es ist an der Zeit dass wir aufhören die Schriftstellen zu ignorieren, welche uns nicht in unsere Theologie passen. Und wenn sich, wie bei den religiösen Leitern zur Zeit Jesu', herausstellen sollte, dass unsere Theologie nicht gross genug ist, um den ganzen Ratschlag Gottes zu umfassen, dann ist es möglicherweise an der Zeit ein paar Veränderungen an ihr vorzunehmen.

 

Wir möchten sie also bitten, folgendes zu bedenken...

 

Wenn es die traditionelle Hölle gibt...

- Wie kann dann Barmherzigkeit über Gericht triumphieren? ( Jakobus 1:13 )

 

- Wie kann es wahr sein, dass ‘wo aber die Sünde zugenommen hat, ist die Gnade überreich geworden'. ( Römer 5:20 )

 

- Wann wird dann alles Fleisch zu Gott kommen? ( Psalm 65:2-4 )

   

- Wann und wie werden dann die Armen und Unterdrückten von Gott getröstet werden und von Ihm Gerechtigkeit erfahren? ( Psalm 113:7; 140:12; Sprüche14:31; 19:17; 31:9; Jesaja 11:4; 60:1; Jeremia 22:16 etc. )

( Wir sollten bedenken dass die meisten der Armen und Unterdrückten in der Geschichte der Menschheit nie eine Chance hatten Jesus anzunehmen )

 

- Wann wird dann Gott ‘auf diesem Berg allen Völkern ein Mahl von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von markigen fetten Speisen, geläuterten alten Weinen. Dann wird Er auf diesem Berg die Hülle verschlingen, die das Gesicht aller Völker verhüllt, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist. Den Tod verschlingt Er auf ewig, und der Herr Jahwe wird die Tränen abwischen von jedem Gesicht, und die Schmach Seines Volkes wird Er von der ganzen Erde hinweg tun. Denn Jahwe hat geredet.' ( Jesaja 25:6-8 )

 

- Wann und wie werden ‘alle Nationen' Ihn preisen, zu Ihm kommen, Ihm dienen, von Ihm gesegnet werden und sich vor Ihm verbeugen? ( Psalm 45:17; 86:9; Jesaja 62:11; Daniel 7:14; Psalm 66:1; 72:11; 102:15; Jeremia 3:17; Psalm 72:17; Jesaja 2:2; 11:10; 52:10; Offenbarung 5:13 etc. )

 

- Wie kann die Welt dann mit Gott versöhnt werden? ( 2. Korinther5:19; Römer 11:15; 5: 10 )

 

- Wie konnte der Apostel Paulus dann behaupten es sei Gottes erklärtes Ziel ‘Alles in Allem' zu sein? ( 1. Korinther15:28 )

 

- Wie kann es dann sein, dass Gott, der alle Dinge nach dem Vorsatz Seines Willens wirkt, sich vorgenommen hat alle Dinge, in der Fülle der Zeiten, in Christus zusammen zu bringen? ( Epheser 1:9-11 )

 

- Wie konnte Paulus dann behaupten: ‘Denn aus Ihm und durch Ihn und zu Ihm hin sind alle Dinge' ( Römer 11: 36 9

 

- Wie kann dann, die meist wiederholte Aussage über Gott in der Bibel, nämlich ‘Seine Barmherzigkeit währt ewig' ( wörtlich: ‘Seine Barmherzigkeit besteht durch/für die Zeitalter' ), der Wahrheit entsprechen? Was klar hervorgeht, ist dass Seine Barmherzigkeit so lange währt wie lange es Zeitalter gibt und Menschen Barmherzigkeit benötigen.

 

- Wie und wann wird es eine ‘Wiederherstellung aller Dinge' aller Dinge geben?

( Apostelgeschichte 3:21 )

 

Ein letzter Test

Wir haben die traditionelle Lehre bezüglich der Hölle anderen biblischen Lehren und Konzepten gegenüber gestellt und sie als fehlerhaft befunden. Untersucht man diese Lehre im Licht des gesamten Ratschlages Gottes, offenbart in der Bibel, entdeckt man dass sie voller Löcher und Wiedersprüche ist. Nun wollen wir diese Lehre im Licht unseres Herzens untersuchen und sehen ob wir bestehen können.

 

Nehmen wir uns etwas Zeit und fragen uns selbst:

 

- Wenn die Hölle real ist, und die Mehrheit der Menschheit, nach der Lehre der meisten Denominationen dort enden wird, können wir die Ewigkeit mit Gott dann wirklich geniessen, wissend dass unsere Eltern, Kinder oder besten Freunde Qualen erleiden müssen, die den Holocaust als ein Picknick erscheinen lassen?

 

- Wenn die Hölle real ist, werden wir dann unsere Mütter und Söhne, oder andere Nicht-Gläubigen dorthin verurteilen? ( 1. Korinther 6:2-3 )

 

- Wenn die Hölle real ist, und ein Ort furchtbarer, niemals endender Qualen, wären wir fähig auch nur ein Tier an einen solchen Ort zu verbannen?

 

- Wenn die Hölle real ist, und die Lehre einer universellen Errettung falsch ist, warum fällt es dann jenen Christen die glauben, dass Gott alle Menschen liebt und wiederherstellt, leichter alle Menschen zu lieben, als jene die davon überzeugt sind dass die meisten Menschen in der Hölle enden werden? ( Das ist etwas worüber wir uns Gedanken machen sollten ).

 

- Wenn die Hölle real ist, können wir uns dann ehrlich über Gottes Sieg, Liebe und Weisheit freuen, wissend dass irgendwo in Seiner Schöpfung immer ein stinkendes Höllenloch verbleiben wird, vollgepackt mit gefolterten Menschen, für die es keine Möglichkeit auf Befreiung, Vergebung oder sogar einen erlösenden Tod gibt? Selbst wenn nur einzige Person in diesem Zustand existieren würde, wie könnten wir die Ewigkeit geniessen, wissend dass ein Geschöpf existiert dass auf ewig und allein leidet, weil es nicht den Sieg Christi erfahren hat?

 

- Ist es eine gute Sache sich zu wünschen, dass alle Mensche gerettet werden?

( 1. Timotheus 2:3,4 )

 

- Wollen sie wirklich dass alle Menschen gerettet werden?

 

- Entspricht die Aussage über Gott, ‘Du tust Deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Deinem Wohlgefallen', der Wahrheit? ( Psalm 145:16 )

 

- Beten sie für die Errettung aller Menschen? ( 1. Timotheus 2:1 )

 

- Beten sie auch im Glauben, ohne Zweifel? ( Jakobus 1:6 )

 

- Sind sie sich bewusst,'dass was nicht aus Glauben geschieht, Sünde ist?'

( Römer 14:23 )

 

- Würde Gott von uns verlangen, dass wir für die Errettung aller Menschen im Glauben beten, und gleichzeitig von uns wollen dass wir glauben dieses Ziel würde niemals erreicht werden?

 

- Wenn wir glauben dass endlose Qualen ein Teil des Planes Gottes sind, warum sollten wir dann darum im Gebet bitten, dass sich dieser Glaube als falsch herausstellt?

 

Wir hoffen dass diese Informationen genug Fragen aufgeworfen haben um zu weiterem Bibelstudium, bezüglich dieses Themas, anzuregen. Für weitere Informationen, zur Entstehung der Lehre über die Hölle, Studien zu den Worten, die oft fälschlicherweise als ‘ewig' und ‘für immer' übersetzt wurden, und weitere Lehre die helfen soll geistlich zu wachsen, besuchen sie uns unter:

http://www.tentmaker.org/german-articles/germanindex.html

www.tentmaker.org

 

Wer sind wir?

‘Tentmaker Ministries and Publications' ist ein christlicher Dienst, der sich dazu verpflichtet hat, mit bestem Wissen und Gewissen, Gottes Plan für die Zeitalter zu verkünden, durch welche hindurch Er alle Dinge, durch Jesus Christus mit sich versöhnt . ( Diese Ansicht wird als universelle Errettung oder christlicher Universalismus bezeichnet, und hat nichts zu tun mit unitarischem Universalismus ). Wir glauben Jesus Christus ist der Retter der Welt, der einzige Weg zum Vater, der eingeborene Sohn Gottes, und der einzige Weg zu ewigem ‘aionian' Leben. Wir glauben Er ist der König des Universums, dass heisst die ganze Schöpfung ist Sein, und es ist Sein erklärtes Ziel, alle Dinge unter Seine Herrschaft zu bringen und mit sich zu versöhnen.

( 1. Timotheus 4:10 )

 

 

 

 

 

 

 


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